Vor 30 Jahren: PanAm 103 - N739PA - Terroranschlag über dem schottischen Lockerbie

  • Durch einen Bombenanschlag auf die Boeing B747-121 "Maid of the Seas" kamen am 21. Dezember 1988 alle 259 Menschen an Bord der Maschine sowie weitere 11 Bewohner des schottischen Städtchens ums Leben. Der Jumbo befand sich auf 31´000ft. und die Cockpit-Besatzung hatte gerade um die Oceanic-Clearance gebeten, als ein mit 350-450gr. Semtex manipulierter Radiorecorder im Reisegepäck detonierte und das Flugzeug in Stücke riss. Wie später rekonstruiert werden konnte, war das Gepäckstück mit dem Sprengstoff bereits in MLA aufgegeben und dann über den Zubringerflug aus FRA kommend in LHR in die Unglücksmaschine verladen worden. Bis heute gelten in der Zivilluftfahrt die seinerzeit als Konsequenz des Anschlags eingeführten Regeln zum Transport von Reisegepäck, wonach dieses ggf. vor dem Abflug ausgeladen werden muss, sollte der dazugehörige Fluggast am Gate nicht erscheinen und einsteigen.


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  • Ein furchtbares Verbrechen ist das gewesen. Als ich das damals abends in den Nachrichten hörte, nahm ich zuerst an, die Maschine sei aus Altersgründen vom Himmel gefallen, schließlich war der Flieger damals schon 19 Jahre alt.

    Dem war nicht so, wie sich dann herausstellte: die Maschine (N739PA) war in einem ordentlichen Zustand und erst einige Jahre zuvor für die Civil Air Reserve als eventueller Transportflieger ausgesucht worden. Dazu hatte sie einige Verstärkungen in Rumpf und Tragflächenbereich erhalten, was dann später auch einige verhältnismäßig große Wrackteile erklärte.


    Die Suche nach den verantwortlichen Verbrechern dauerte lange, man hatte dann auch Täter ermittelt und diese vor Gericht gebracht - leider wurde bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, wer dafür im Hintergrund hauptverantwortlich gewesen ist.


    Ralf Drews