Lockheed L-1049 „Super-Constellation“ / L-1649A „Super Star“ Sammelthread

  • Laut einem nicht bestätigten Bericht soll der Lufthansa-Aufsichtsrat gestern - wenig passend zum Termin der Verkündung eines Rekordergebnisses des Unternehmens - angeblich den Stecker für das mit viel Geld und noch mehr Zeit vorangetriebene Projekt der Grund-Restaurierung einer „Super-Connie“ (Reg. N7316C) gezogen haben.


    http://www.conniesurvivors.com/1-connie_news.htm#MAR15


    Wenn sich diese Aussage tatsächlich bestätigen sollte, wäre dies - nach dem kurzfristigen Rückzug aus dem Sponsoring für das Kranichzentrum - mal wieder ein fatales Zeichen der „Großkopferten“ in Richtung einer zunehmend mangelnden Empathie für die traditionsreiche Geschichte der Airline, frei nach dem Motto #Explore the New#. Wen interessiert da noch Geschichte?


    Einen sehr interessanten Link und Updates zum Projektverlauf gibt es hier:


    http://superstar.lufthansa.com/de/eine-neue-superstar.html


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  • Ist wahrscheinlich zuviel Geld für die Entwicklung der neuen Lackierung draufgegangen. ;(


    Vielleicht hätten sie ihr auch noch die neue Lackierung verpasst. Und wer weiß, bis die endgültige Lackierung endlich in trockenen Tüchern ist - hätte die Connie ihr maximales Abfluggewicht überschritten, bei den ganzen Lacken, die man ihr verpasst hat.:D:D

  • Ich denke, diese Maschine wäre "die einzige und wahre Retro" geworden. Es gibt es so ein farblich abschreckendes Denkmal im Luftfahrtmuseum in Akureyri auf Island.

    Dort kann man die DC-3 bestaunen, mit der der "richtige" Flugverkehr auf der Insel nach dem Krieg begann. Da Icelandair das Museum kräftig unterstützt, wurde die DC-3 auch in original Icelandair - Farben lackiert.

    Und zwar in den aktuellen Farben...!

    Dagegen wehren war zwecklos, wie man mir vor Ort sagte.


    Und jetzt stellt euch mal diese neue Farbsituation bei der L.1649 vor: dreiteiliges Leitwerk und schmal zusammenlaufendes Heck in blau-schwarz und der Restrumpf weiß mit Lufthansa-Titel.


    Dann doch lieber die Einstellung des Projektes..



    Ralf

  • Bei allem - m. E. künstlich aufgebautem - Hype um den neuen Farbauftritt des „nationalen Champi(gn)ons“, so viel Geschmacklosigkeit hätte ich selbst der Altherrenriege im AR dann doch nicht zugetraut.


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  • Das Ganze klingt hier doch um einiges entspannter als der Tenor im Beitrag von conniesurvivors:


    http://www.airliners.de/luftha…-connie-deutschland/44086


    Wir halten fest, der Flieger soll nach Deutschland kommen. Unklar ist, ob er (hier) wieder flugfähig gemacht wird, oder direkt ins Museum wandert. Ich persönlich tippe auf die letztere Option, d.h. analog der Verfahrensweise im Fall der „Landshut B737“ wird die Maschine in einem Frachter (vllt. auch wieder an Bord einer AN124?) nach Deutschland überflogen, hier zusammengebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Könnte mir in diesem Fall auch erneut das Dornier-Museum in Friedrichshafen als Ausstellungsfläche vorstellen.


    Zur Erlangung der durch das LBA zu attestierenden Flugfähigkeit (sowie der evtl. Zulassung für entsprechende Charter- und/oder Sightseeingdienste) bedarf es sicherlich der Überwindung hoher, nicht nur administrativ gelagerter Hürden, die mutmaßlich mit weiteren, nicht unerheblichen Finanzaufwänden verbunden wären. Summa summarum also ein Kompromiss, der sich hier möglicherweise abzeichnet?


    Nachschlag zum Thema:


    http://www.sunjournal.com/luft…r-from-auburn-to-germany/


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  • Nach allem, was ich weiß ist es nicht möglich den Flügel vom Rumpf zu trennen ohne die Struktur so zu schädigen, dass die Flugtauglichkeit endgültig passé ist.

    Rumpf und Flügel sind angeblich in der Produktion untrennbar miteinander verbunden worden.

    Bei der L1049 und den Vorgängern war das wohl möglich.

    Im Ganzen wäre der Transport wohl kaum möglich.

    Zu sperrig und wohl kaum stressfrei für die Struktur.

    Deshalb werden wir das Teil wohl nie im Flug sehen.

    Dann wäre es mir lieber die suchen nach jemanden, der das Ding für 1€ übernimmt und sie doch noch flugfähig macht.


    Die usprünglich marode Zelle ist ja angeblich zertifizierungsfähig fertig. Eigentlich fehlen "nur" noch die Anbauteile.

    Deshalb wäre es ein unentschuldbarer aviastischer Sündenfall, wenn sie es zulassen,wenn die Struktur unrettbar zerstört wird.