Posts by Ralf Drews

    Die sollten mit diesem Wunsch zur "Preiskorrektur" besser zu R-R gehen. Denn im Gegensatz zu den Triebwerken fehlt dem "Super-Jumbo" nämlich nichts....

    Und überhaupt: Willie Walsh hat erst neulich noch herum erzählt, dass er die Airbus-Typen gerne aus der seiner BA- Flotte haben wollen möchte.

    Also, was jetzt nun?

    Gestern noch wurde in der Gerüchteküche der Name Joachim Hunold genannt, der mit 20 Millionen Euro die Gesellschaft bis zum Sommer über Wasser halten sollte,

    War wohl nicht mehr als ein magerer Versuch, den Mitarbeitern und Investoren nochmal für ein paar Stunden Hoffnung vorzutäuschen.


    Nach Angaben der Fluggesellschaft wurde Germania im letzten Jahr durch ganz widrige Umstände extrem gebeutelt. Vor allem der gestiegene Kerosinpreis, Euro-Abwertung und dann auch noch ein hoher Serviceaufwand bei den Flugzeugen sollen dafür verantwortlich sein.


    Da wir alle - und auch die Luftfahrtbranche im besonderen - das Jahr 2018 auch erlebt haben, müssen wohl noch andere Gründe im Spiel gewesen sein, wenn kein Geld reingekommen ist.

    Zu wenig Passagiere, Provinzflughäfen, um die sogar Ryanair einen großen Bogen fliegt und vielleicht auch die viel zu günstigen Angebote der etwas besser aufgestellten Konkurrenz...?


    Ralf

    In dieser Branche hat sich schon manch einer geirrt: zum Beispiel der ehemalige Airbus-Chef Bernhard Weinhardt, der 1972 die ganz große Vision von einen Absatzmarkt für 400 Exemplare Airbus 300B hatte, von denen sieben Jahre später erst knapp 70 aktiv im Einsatz standen.

    Oder die britische Regierung, als sie sich als Großvisionär mit 50% an der Concorde beteiligten und dafür sämtliche Zuschüsse für die restlichen Luftfahrtprojekte inklusive der Beteiligung am Airbus-Programm strichen. Die Concorde flog ins Minus und das Airbus-Programm kam irgendwann in Fahrt.

    Von der Mär, die Boeing zum Projektstart der B787 zum Zeitraum der ersten Auslieferung und deren Stückzahlen erzählte, ganz zu schweigen.


    Ob und wie sich die 797 entwickelt, entscheiden vor allem die Kunden, die Boeing ins Boot holen muss. In fünf Jahren wissen wir mehr - der Airbus-Mann dann auch.

    Vielleicht kam das Geklapper ja von den Zähnen ^^

    Vor etwa drei Jahren kamen alle B753 in die Werft und bekamen eine 275-Stühle-Einklassen-Ausstattung (vorher 252) und alles, was klapperte wurde wieder festgeschraubt.

    Ich bin vor ein paar Monaten mit denen geflogen und da war alles sauber und ordentlich. Gut, zeitweise kam ich mir wie in unserem alten Schulbus ("Sardinen-Express") vor, weil es echt so knuddelig voll gewesen ist - groß meckern kann ich da nicht.

    Klappergeräusche und schlechte Sitze hab ich jetzt keine erlebt.


    Neben der ex JMC G-JMAB (= jetzt D-ABOR) erwartet Condor noch eine ex Arkia B753 (4X-BAU), die wohl als D-ABOS dieses Jahr noch in die Flotte kommt.

    Klar, die typischen Klischees "...alte Kiste mit durchgesessenen Sitzen, hat geklappert und das Wasser kam schon armdick durch die Decke.." sind seit den Früh-Zeiten des Charterverkehrs einfach nicht kaputt zu kriegen. Gut, damals waren Charterflüge auch noch deutlich gefährlicher als heute, die Maschinen auch schon abgeflogen und das Personal längst nicht so erfahren und geschult wie heute.

    Wenn mal irgendetwas passiert, wird immer erst mal nach dem Alter der Maschine gefragt, bevor man dann hysterisch ventilierend die ganze Branche in Verruf bringt, wie man es damals beim Absturz der Birgenair sehr schön beobachten konnte.


    Das Alter einer Maschine hat nicht zwingend den Einfluss auf die Sicherheit - Crew, Techniker und rechtzeitige Wartung gehören auch dazu.

    Irgendwie machen die es richtig: die Maschinen sind zwar alt, aber bezahlt, abgeschrieben und fliegen Geld ein. Und jetzt, wo "Hans" weg ist, taufen sie vielleicht den ältesten Flieger auf den Namen "Johannes Heesters"....?

    Klingt eher nach Schönrednerei (oder pfeifen im dunklen Wald) vor dem totalen Brexit und Retourkutsche gegen Enders, der ja gestern schon seine Sicht der Dinge zur Zukunft der Luftfahrtindustrie auf der britischen Insel erklärt hat.

    Rückblickend waren die Briten von Anfang an nie Freunde des Airbus-Projektes, weil sie darin eine Gefahr (vom Kontinent...) für ihre eigene Luftfahrtindustrie sahen. Wobei damals die Gefahren weniger von Airbus, sondern mehr von der englischen Luftfahrtindustrie selbst ausgingen, da sich ihre teuren Produkte kaum mehr am Markt absetzen ließen (mal von der BAC-111 abgesehen).

    Die anderen waren halt besser, nur zugeben wollten sie es nicht.

    Lediglich durch die Übernahme der ehemaligen Caledonian 1987 - die sich die ersten A320 bestellt hatten - kam British Airways zu Airbus ins Kundenportal. Und da Airbus-Chefverkäufer Franz-Josef-Strauss 1998 schon zehn Jahre tot war, müssen es wohl wirtschaftliche Aspekte gewesen sein, die BA von Boeing weg zu Airbus getrieben haben, als man die B737 mit der A320-Reihe ersetzte und noch Maschinen nachbestellte.


    Also, ich denke, die werden ab März noch einiges zu erledigen haben, bevor sie ihre Piloten wieder umschulen, die Ersatzteillager auflösen, die Airbus-Muster zu guten Preisen auf dem Markt vertickern und dann wieder zu Boeing gehen.


    Ralf Drews